MIT BILDUNG GEGEN HUNDELEID

 

Im Zuge der Erweiterung unserer Tätigkeiten vor Ort haben wir begonnen,
Schulen zu besuchen, um mit den Heranwachsenden über Tiere zu sprechen
und ihnen zu vermitteln, wie mensch diese richtig behandelt und wie
jede_r sie schützen kann. Leider steht Ungarn in der EU hinten an in
Bezug auf das Ansehen von Hunden bei den Menschen. Auch wenn sich in den
vergangenen Jahren sehr viel getan hat, ist es immer noch ein weiter
Weg. Wir glauben fest daran, dass die nachfolgende Generation den
entscheidenden Unterschied machen wird, daher erachten wir es als sehr
wichtig, ihr den richtigen Weg aufzuzeigen. Das größte Problem dabei
sind die schlechten Beispiele, die ihnen nach wie vor vorgelebt werden.
Immer noch sehen wir unzählige Hunde, die unter erbärmlichsten Zuständen
hausen müssen, an Ketten, ohne Dach über dem Kopf, ohne trockenen
Zufluchtsort. Wenn wir es nicht schaffen, der nachrückenden Generation
aufzuzeigen, dass wir in unserem Verhalten Tieren gegenüber dringend
einen Wandel herbeführen müssen, könnte es sein, dass ihnen niemals die
Augen geöffnet und sie nie etwas ändern werden.

 

Daher freuen wir uns umso mehr, dass unsere Adrienn in Zusammenarbeit mit dem Tierheim in Bekescsaba, endlich mit dem Aufklärungsprogramm starten konnte.

Bericht von Adrienn:

ERSTE UNTERRICHTSSTUNDEN SCHLAGEN EIN

 

Unsere Unterrichtsstunden sind freiwillig, die Schüler_innen können
kommen, aber müssen es nicht. Zu unserer großen Überraschung waren bei
unseren ersten bisherigen Unterrichtseinheiten derart viele
Schüler_innen so interessiert und gewillt, unseren Vorträgen zu
lauschem, dass wir ganz gerührt waren und Mühe und Not hatten, den Raum
nicht zu überfüllen. Da wir zu Beginn gleich gefragt hatten, wer von
ihnen schon mal in einem Tierheim war, und nur ein paar wenige Hände
nach oben gegangen waren, erzählten wir ihnen erstmal über das Leben in
einem Tierheim. Die meisten waren sehr erstaunt und überrascht von all
den Geschichten, die wir ihnen zutrugen, welche ihnen aufzeigten, wie
der Alltag und das Leben in einem Tierheim wirklich aussehen. Wir luden
sie ein, sich ehrenamtlich in unserem Heim zu engagieren, um die Zeit
der Hunde etwas angenehmer zu gestalten, sie folgten prompt.

Freiwillige Helfer_innen können enorm wichtige Arbeit für die Hunde
leisten, da die Arbeiter_innen in unserem Tierheim derart viel zu tun
haben, dass sie oft nicht mehr die Zeit finden, die Hunde Gassi zu
führen. Dauerhaft in einem Gehege eingeschlossen zu sein, ist nicht der
richtige Ort für einen Hund. Dank unserer Freiwilligen können wir den
Hunden immer wieder schöne Momente von Freiheit angedeihen lassen,
während sie sehnsüchtig auf ihre neue Familien warten. Aufgrund unserer
Unterrichtsstunden trafen wir bereits einige der Schüler_innen in
unserem Tierheim wieder, hochmotiviert, etwas für Tiere zu tun. Es war
herzerwärmend, zu sehen, wie ein einmaliger Vortrag reicht, dass diese
jungen Menschen den ersten Schritt von selbst tun, um die Welt zu einem
besseren Ort zu machen.

Bei unserem Vortrag hatten wir auch einen Veterinär vor Ort, der den
Heranwachsenden wichtige und interessante Fakten zur Gesundheit
tierischer Mitbewohner_innen erläuterte. Wir hofffen, dass wir die
Schüler_innen mit seiner Hilfe noch tiefgreifender aufklären konnten,
wie wichtig zum Beispiel ein alljährlicher Check beim Tierarzt für das
Wohlbefinden der Tiere sein kann.

DIE HOFFNUNG LIEGT IN DER JUGEND

 

Nach dem Unterricht hatten die Schüler_innen eine große Überraschung für
uns. Sie hatten eine Kiste in der Schule aufgestellt, um Sachspenden für
die Hunde in unserem Tierheim zu sammeln. Wir waren sprachlos ob der
herzlichen Geste und beim Anblick all des Futters und Spielzeugs, das
die Schüler_innen gesammelt hatten, um den ihnen noch unbekannten
Straßenhunden ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Nur nach diesem
ersten Tag fühlten wir schon, dass es Hoffnung gibt und ein Wandel keine
Utopie ist, wenn wir alle zusammenarbeiten und alles tun, was es
braucht, um diesen Planeten einen besseren Ort für alle Lebewesen werden
zu lassen. Wir werden dranbleiben! Und ihr?

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