Tierheim Gyula:

Sintértelep – das ist das ungarische Wort für Tötungsstation. In jeder Kleinstadt in Ungarn (und vielen anderen Ländern) gibt es solche grauenvollen Vernichtungslager für herrenlose und unerwünschte Hunde. Im schönen ungarischen Kurort Gyula, direkt vor der Grenze nach Rumänien, gehören solche Lager der Vergangenheit an – denn dort lebt Aniko´ Tölgyesi.

Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht den ausgestoßenen, kranken und alten Tieren in ihrer Stadt zu helfen. In Gyula soll kein Hund mehr sterben müssen, nur weil ihn niemand mehr will. Vor 18 Jahren fing Aniko ganz klein an – mit 30 geretteten Hunden. Aus Geldmangel fristeten sie zunächst ein ärmliches Dasein als Kettenhunde. Außer einem kleinen Stückchen Land ohne Wasser, ohne Strom und ein paar windigen Hütten war nichts vorhanden. Es fehlte einfach überall. Dann stellte die Stadt Gyula ein Grundstück zur Verfügung und eine ungarische Spenderin gab Geld für die Erstellung der ersten Zwingeranlagen vor mehreren Jahren.

Leider leben immer noch viel zu viele Hunde in armseligen Zwingern und es ist unser größter Wunsch auch für sie mehr Platz zu schaffen.

Mit tatkräftiger Unterstützung gelang es uns in den letzten Jahren das kleine Notlager in ein stattliches Allatotthon (Tierheim) auszubauen. Inzwischen leben zwischen 350 und 400 Tiere dort. Für sie konnten nach und nach viele Gehege gebaut werden. Sie leben dort nach Möglichkeit mit Artgenossen in kleinen Rudeln in großen Ausläufen mit schattenspendenden Bäumen und warmen Hütten für den Winter.

 

Wir fahren jeden Monat ins Tierheim um Spenden zu bringen und auf der Rückfahrt Schützlinge in ein neues Leben zu bringen. Sobald ein Hund eine Endstelle oder Pflegestelle gefunden hat, darf er beim nächsten Transport ausreisen. Sehr viele Familienhunde, Traumhunde und "Bester Freund des Menschen" warten noch im Tierheim auf eine eigene Familie!

Schützlinge die mit nach Deutschland drüfen haben dann das große Los gezogen. Bei einer Vermittlung in Ungarn erwartet viele nur ein Leben an der Kette in totaler Isolation auf einem Hinterhof.

Eine solche Hundehaltung gilt im Land als normal. Anikó ist inzwischen im Rentenalter, arbeitet aber jede Nacht, um Geld für die Tiere zu verdienen und rackert seit 18 Jahren ohne einen freien Tag im Tierheim.

 

Bitte helfen Sie uns damit wir helfen können, denn Mitleid ist zu wenig....



Tierheim Gyula 2014

Tierheim Gyula bis 2013

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